Mit dem Campervan durch den Balkan nach Griechenland

Campervan_Balkan_Griechenland

Auf ihrer Reise mit dem Van kehren Emily und Dennis von near.so.far den gut erschlossenen Urlaubshotspots der EU den Rücken zu und erkunden stattdessen die ursprünglichen und unberührten Örtchen des Balkans. Als nächste Stopps stehen bei ihnen Montenegro und Albanien auf der Reiseroute.

Die Reise geht weiter

Campervan_Montenegro

Das erste für uns beide unbekannte Land steht an. Raus aus dem Tourismus, dem Luxus und der EU. Es geht nach Bosnien und Herzegowina. Wir haben uns nur sehr wenig informiert und wollten ohne große Vorurteile im Land ankommen und uns überraschen lassen. Bei unserem ersten Stopp an einem kleinen Laden am Straßenrand kurz vor dem Buschkosee (dem größten künstlichen Stausee Europas) durften wir die Herzlichkeit und die Lebensfreude der Bosnier kennenlernen. Nachdem wir uns dort wie in jedem neuen Land mit einer SIM Karte ausgestattet haben war unser erster Stopp direkt am Buschko Stausee. Wir verbrachten dort eine entspannte Nacht umgeben von wunderschöner Natur.

Koordinaten des Stellplatzes am Buschko See: 43.6603, 17.0745

(SIM Karte 3 Euro, 1 Euro am Tag für 10GB Datenvolumen)

Insgesamt verbrachten wir nur 3 Tage, aufgrund des Wetters, in diesem wunderschönen Land.

Fazit zu Bosnien

  • Freistehen in Bosnien ist offiziell nicht erlaubt wird aber in der Regel geduldet
  • günstige Maut (in verschiedenen Abschnitten) 
  • viele Möglichkeiten sobald man aus den Städten fährt
  • günstige Campingplätze
  • in unserer kurzen Zeit durften wir die beeindruckende Natur sowie die lebensfrohen Menschen kennen lernen

Montenegro

Das Land, das uns bisher am meisten überrascht und positiv beeindruckt hat. Nach Bosnien stand für uns Montenegro auf dem Plan, ganz nach dem Motto: immer der Küste entlang in den Süden. Unser erster Stellplatz im Land war direkt der bisher schönste auf der Reise. Wir standen oben auf einem Berg mit traumhaftem Blick auf die Bucht von Kotor. Der Platz wird von dem dort lebenden Bauer zur Verfügung gestellt.

Die Morgen beginnen mit einem Grunzen der Schweine des Bauern, die dort auf Futtersuche sind und definitiv keine Scheu vor Menschen haben. :) Auch Ziegen und Katzen kreuzen dort oben sehr oft vor dem Camper auf. Wir können diesen Stellplatz definitiv empfehlen und verbrachten dort insgesamt 4 Nächte, bis es für uns weiter nach Budva ging.

Koordinaten des Stellplatzes mit Blick auf Kotor: 42.4214, 18.7488

Budva

Campervan_Budva

In Budva hatten wir wieder den Vorteil der Nebensaison und konnten direkt oberhalb eines traumhaften Strandes mit türkisblauem Wasser stehen.

Koordinaten des Stellplatzes in Budva: 42.2758, 18.8846

Nach 2 entspannten Nächten an diesem selbst bei schlechtem Wetter traumhaften Stellplatz war unser nächstes Etappenziel der Long Beach bei Ulcinj mit einem Zwischenstopp auf diesem süßen kleinen Campingplatz.

Koordinaten des Campingplatzes: 42.0100, 19.1510

Der long Beach bei Ulcinj

Der long Beach bei Ulcinj ist bei Windsportlern durch seine Thermik ein bekanntes Reiseziel. Der sich lang erstreckende schwarze Sandstrand ist eine echte Besonderheit. Doch nicht nur für Windsportler hat dieser Ort eine Menge zu bieten. Der Long Beach hat durch seine Länge jede Menge Platz für die ganze Familie. Wir verbrachten dort ganze 3 Tage auf einem Parkplatz vor einer Strandbar. Das war in der Vorsaison Anfang Mai kein Problem. Wir fanden am long Beach entlang aber insgesamt auch viele andere Stellplätze die außerhalb der Saison super funktionieren.

Koordinaten des Stellplatzes 41.8985, 19.2795

(SIM Karte 10 Euro für 400GB 15 Tage Datenvolumen) Insgesamt verbrachten wir 10 Tage in diesem wunderschönen Land.

Fazit zu Montenegro

  • in Montenegro ist Freistehen offiziell nicht erlaubt wird aber in der Regel geduldet
  • viele Möglichkeiten sobald man aus den Städten fährt
  • mautfreies Land
  • günstige Campingplätze
  • wir sind super positiv überrascht worden: das Land hat auf seine Größe bezogen unglaublich viel zu bieten und die Menschen sind super herzlich und Gastfreundlich. Wir haben ausnahmslos positive Eindrücke sammeln dürfen.

Ab nach Albanien

Der erste Eindruck täuscht doch manchmal. Schon direkt nach der Grenze wurden wir mit sehr schlechten Straßen und der extremen Armut konfrontiert. Nach einer kurzen Akklimatisierung im Land konnten wir uns aber auf die unfassbar schöne und oftmals unberührte Natur konzentrieren. Wunderschöne grüne sowie Schneebedeckte Berge, zahlreiche naturbelassene glasklare Flüsse, Hot Water Springs sowie das an die Karibik erinnernde glasklare Meer ließen uns schon bald an einen Traum erinnern. Ihr merkt schon uns hat dieses Land in seinen Bann gezogen. Wir reisten die Küste entlang zum ersten Stellplatz bei Lezha.

Koordinaten des Stellplatzes direkt an einer Bar 41.7756, 19.6017

Von dort aus ging es nach Golem unterhalb von Durres.

Koordinaten des Stellplatzes (in der Saison vermutlich sehr voll) 41.2560, 19.5204

Berat

Der nächste Stopp war für uns die Stadt der tausend Fenster „Berat“. Auch dort verbrachten wir eine Nacht.

Koordinaten des Stellplatzes 40.7010, 19.9559 (600 LEK)

Zvernec

Von Berat ging es dann wieder Richtung Küste nach Zvernec. Dort hatten wir einen traumhaften Stellplatz direkt am Meer. Man kann dort ungestört Nächte umgeben von traumhafter Natur verbringen. Mit ein wenig Glück sieht man dort sogar frei lebende Flamingos.

Koordinaten des Stellplatzes 40.5086, 19.3979

Lugara national park

Für uns ging es nach 2 Nächten wieder auf die Straße durch den Lugara Nationalpark als wir das erste mal das traumhafte Gebirge Albaniens bestaunen durften. Nach einem kurzen Abstecher am Dhermi Beach ging es für uns weiter an den Livadhi Beach an dem wir die Nacht verbrachten.

Koordinaten des Stellplatzes 40.1052, 19.7291

Unerwartete Überraschung

Der nächste Stopp war nicht geplant. Als wir auf der Küstenstraße einen kleinen Stellplatz direkt neben einer alten Burg (Palermo) entdeckten steuerten wir diesen sofort an. Oft sind es genau diese ungeplanten Zwischenstopps die einen so positiv überraschen. Unser Tipp: wenn möglich ohne Zeitdruck Reisen und ungeplante Ereignisse zulassen. Auf diese Art und Weise des Reisens haben wir das Gefühl viel mehr vom Land mitzubekommen.

Koordinaten des Stellplatzes: 40.0621, 19.7933 

Saranda

Nach dieser ungeplanten Nacht fuhren wir weiter nach Saranda um ein paar organisatorische Dinge zu erledigen.

Unsere Tipps: 

- Geld abheben ohne Gebühren bei der Credins Bank (wohl die einzige Bank ohne Gebühren) 

- SIM Karte bei Vodafone 31GB ca. 15 Euro Für die Nacht ging es dann aber weiter zu einem traumhaften Stellplatz mit Panorama Blick auf den Ozean.

Koordinaten des Stellplatzes (befahrbar mit Heckantrieb oder 4x4, wir kamen mit unserem Front angetriebenen Fiat Ducato an unsere Grenzen) 39.8019, 20.0048

Blue Eye

Unsere letzten beiden Ziele in Albanien auf die wir uns besonders gefreut haben waren zum einen das Blue Eye. Eine Quelle deren Tiefe bislang nicht ermittelt werden konnte. Der Name ist Programm: es ist als ob man in ein blaues sprudelndes Auge umgeben von Glasklarem Wasser schaut.

Tipp: unbedingt ins gefühlt 10 Grad kalte Wasser gehen. Sobald man in das Blue Eye hineinschwimmt spürt man die Kraft des sprudelnden Wassers. Ein unvergessliches Erlebnis.

Koordinaten des Stellplatzes (zu unserer Zeit noch kostenlos) (leider wird dieser magische Ort immer weiter für den zunehmenden Tourismus bebaut) 39.9164, 20.1812

Die heißen Quellen bei Permet

Auch von unserem letzten Stopp in Albanien wurden wir keinesfalls enttäuscht. Die heißen Quellen bei Permet. Es sind insgesamt 6 heiße Quellen die in einem Canyon entspringen und durch eine Wanderung in den Canyon besichtigt werden können. Das Wasser hat eine Temperatur zwischen 22-28 Grad und lädt unter anderem durch die heilende Wirkung zum Schwimmen und entspannen ein. Wir standen dort 2 Nächte direkt vor dem Canyon und der ersten Quelle auf einer großen Wiese.

Fazit zu Albanien
  • mit Skandinavien das wohl einzige Land in Europa in dem Freistehen offiziell erlaubt ist
  • fun fact: Unfassbar viele Tankstellen und Autowaschanlagen
  • mautfreies Land
  • ein Land mit traumhaft schöner und zum Teil unberührter Natur
  • wir sind nach kurzer Akklimatisierung so positiv überrascht worden das wir definitiv wieder kommen werden. Uns hat Albanien einfach umgehauen.

Koordinaten des Stellplatzes: 40.2429, 20.4305

Insgesamt verbrachten wir 14 Tage in diesem wunderschönen Land.

To be continued...
Es geht wieder in die EU...  

 


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