Ankommen

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Was bedeutet Reisen? Unterwegs zu sein? Einen Orte anzusteuern? Neues zu entdecken? Anzukommen? Sich gut aufgehoben zu fühlen? Oder alles zusammen und alles gleichzeitig? Auf dem Roadtrip ihres Lebens haben Emily und Dennis von near.so.far festgestellt, wie wichtig das Gefühl des Ankommens im Fluss der Bewegung sein kann. Inmitten neuer Eindrücke Vertrautes zu entdecken. Für kurze Zeit innezuhalten, um neue Energie zu tanken. Dieses Gefühl erleben die beiden im spanischen Tarifa, der südlichsten StadtEuropas. Fünf Wochen bleiben die beiden dort, bevor es sie weiterzieht – dem vielleicht größten Abenteuer ihrer Reise entgegen.

Über das Ankommen

Vanlife_Tarifa_nearsofar

Beim Reisen geht es oft darum, an einem Ort anzukommen. Doch ist genau das überhaupt wichtig? Das Gefühl, die Gegend und die Menschen um einen herum zu kennen. Das Gefühl sich wohl zu fühlen. Das Gefühl vom Ankommen. Beim Reisen hat man oft das Gefühl, zu Besuch zu sein, was auf Dauer doch anstrengend sein kann. Alle paar Tage ein neuer Ort, alle paar Tage sich neu orientieren, sich neu eingrooven. All das kostet oft viel mehr Energie als wir je dachten.

Wir würden jedem Langzeitreisenden empfehlen, sich genug Zeit einzuplanen, um länger an den Orten bleiben zu können und diese wirklich kennenzulernen. Genau diese Erfahrung haben auch Freunde von uns gemacht die aktuell in Korea sind wo die unfassbar vielen neuen und fremden Eindrücke ohne genug Pausen auch schnell zu viel werden können. 

Doch zurück zur eigentlichen Frage: Sind wir angekommen?Ja, wir haben nach 5 Wochen in Tarifa das Gefühl, hier angekommen zu sein! Wir können hier an diesem Ort einen Gang herunter schalten und Energie für das vielleicht größte Abenteuer unserer bisherigen Reise tanken. 

Vanlife oder Vanreisen

Vanlife_Vanreisen_Spanien

Speziell hier in Tarifa sehen wir einen großen Unterschied zwischen dem aktiven Reisen mit dem Campervan und dem stationären Leben in einem Campervan. Viele Vanlifer, die wir hier kennenlernen durften, leben hier oder verbringen den Winter hier in Südspanien. 

Beim Reisen geht es in der Regel um das Erkunden neuer Orte, erfahren neuer Kulturen und das Erleben der unterschiedlichsten Natur. Der Campervan dient als Mittel zum Zweck, um mit möglichst viel Freiheit (dem eigenen Zuhause) an die schönsten Orte fahren zu können. Beim stationären Vanlife geht es vielmehr um einen alternativen Lebensentwurf. Ein minimalistischer Lebensstil, ein nachhaltiger Lebensstil oder auch ein unabhängiger Lebensstil. 

Der kleine Raum zwingt einen praktisch dazu, minimalistisch zu leben. Die nichtgegebene Möglichkeit, sich an das Wasser oder Stromnetz anzuschließen zwingt einen dazu, autark zu sein. Den eigenen Strom zu erzeugen und mit den vorhandenen Ressourcen möglichst schonend umzugehen. Angefangen beim täglichenToilettengang, bei dem extrem wenig Wasser verbraucht wird, bis hin zum Umgang und der Erzeugung des eigenen Stroms. Diese Faktoren machen diesen Lebensstil so extrem nachhaltig. Schon verrückt, dass ein Leben auf so kleinem Raum überhaupt möglich ist und man oft weniger braucht als man denkt.

Ein kleiner Abstecher nach England

Vanlife_Gibraltar

Die Rede ist von Gibraltar. Einem kleinen britischen Überseegebiet mitten in Spanien. Wir fuhren von Tarifa aus ca. 45 Minuten auf einen Stellplatz kurz vor der Englischen Grenze. Der Stellplatz kostet 14 Euro in der Nebensaison, hat eine Service Station für Camper und liegt direkt am Hafen mit Blick auf den Berg von Gibraltar. Von dort aus sind es ca.15min zu Fuß bis zum Grenzübergang.

Gibraltar_Vanreisen

Der Übertritt erwies sich für uns als sehr schnell und unkompliziert. Schon direkt hinter der Grenze erkennt man an den ersten klassischen Telefonhäuschen, wo man sich hier befindet.

Es gibt dort viele touristische Möglichkeiten, beginnend vom Schlendern durch die Altstadt bis hin zum Erkunden des Berges von Gibraltar (Kalksteinfels) und der Tropfsteinhöhlen dort. Achso, und Affen gibt es dort scheinbar auch. :)

Koordinaten des Stellplatzes bei Gibraltar: 36.1564853, -5.3568055

Manchmal lohnt sich ein zweiter Blick

Vanlife_Punta_Paloma

Manchmal braucht es einen zweiten Blick, um die Schönheit eines Ortes zu erkennen. Genau das ist uns in Punta Paloma, 15 min nördlich von Tarifa aufgefallen. Wir waren hier das erste mal Anfang November an einem bewölkten regnerischen Tag, an dem wir beide müde und erschöpft waren. Wir blieben nur für einen kleinen Spaziergang an der Düne.

Punta_Paloma_Vanreisen

2 Wochen später verschlug uns der Wind doch wieder genau hier her. Wir erwischten ein paar sonnige Tage und erkundeten dieses Mal die Düne richtig und durften nach den ersten paar Metern feststellen, dass diese viel größer und schöner ist, als sie von außen wirkt. Zudem ist am anliegenden Strand eine Lagune vom Regen der letzten Tage entstanden. Der Ort ist nach nur 2 Wochen kaum wiederzuerkennen. Schon verrückt, wie schnell sich die Natur verändern kann und es manchmal eben genau diesen zweiten Blick benötigt.

To be continued...
Das vielleicht größte Abenteuer unserer Reise beginnt...


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